Ratgeber zur Behandlung von Hämorrhoiden

Zur Behandlung von Hämorrhoiden in den verschiedenen Stadien gibt es unterschiedliche Ansätze. Das Spektrum reicht von Sitzbädern über Salben und Zäpfchen bis hin zu Operationen, die längere und schmerzhafte Genesungszeiten nach sich ziehen, ohne einen dauerhaften Behandlungserfolg garantieren zu können. Je nach Grad der Entwicklung des Hämorrhoidalleidens wird man andere Maßnahmen in Betracht ziehen.

Behandlung von Hämorrhoiden im ersten Stadium (Grad I)
Viele Betroffene verspüren in diesem Stadium meist keinerlei Symptome, die Hämorrhoiden werden dann oft nur durch einen Arzt bei zum Beispiel einer Darmspiegelung entdeckt. Dieser empfiehlt dann häufig, zur Behandlung der Hämorrhoiden auf ballaststoffreiche Kost umzustellen, beim Stuhlgang so wenig wie möglich zu pressen und gegen den Juckreiz – sofern vorhanden – regelmäßig Sitzbäder mit einem entsprechenden Medikament zu nehmen. Wenn die Hämorrhoiden sehr früh entdeckt wurden, verspricht diese Behandlung möglicherweise eine Heilung der Krankheit, aber es gibt natürlich keine Garantie, dass sich die Hämorrhoiden nicht doch weiter entwickeln.

Behandlung von Hämorrhoiden im zweiten Stadium (Grad II)
Der schulmedizinische Ansatz arbeitet nun mit Salben, Medikamenten oder Zäpfchen, um zumindest die quälenden Symptome in den Griff zu bekommen und zu lindern. Auch werden erste ambulante Eingriffe erwogen. Dabei versucht man, die Hämorrhoiden entweder zu veröden, sie durch geeignete Maßnahmen zu schrumpfen oder gar durch Unterbinden der Durchblutung absterben zu lassen. Solche Eingriffe belasten natürlich den Organismus – und bieten leider ebenfalls keinerlei Garantie, dass der akute Behandlungserfolg, der sich vielleicht einstellen mag, von Dauer ist. Denn oft sind zwar die aktuellen Hämorrhoiden beseitigt, aber es entwickeln sich leider neue.

Behandlung von Hämorrhoiden im dritten und vierten Stadium (Grad III und IV)
Als letzten Ausweg sieht die Schulmedizin hier den Griff zum Skalpell. Die permanent außen vor dem After liegenden Hämorrhoiden werden operativ entfernt, um die Krankheit zu besiegen. Dieser Eingriff wird von den betroffenen Patienten als extrem schmerzhaft in der Genesungszeit geschildert. Der sehr schmerzempfindliche After macht nach der Operation den Gang zur Toilette zur absoluten Qual; lange Zeit treten auch noch Blutungen auf. Und da eher das Symptom als die Ursache behandelt wurde, gibt es auch nach einer solchen Operation keinerlei Garantie, dass sich nicht wieder neue Hämorrhoiden bilden.

Neue Ansätze der natürlichen Richtung
Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die natürliche Richtung, wie man
auf Hämorrhoiden Behandlung nachlesen kann. Die Methode baut darauf, dass eine reine Behandlung von Symptomen nie auf Dauer funktionieren kann, sondern dass man die eigentlichen Ursachen beseitigen sollte. Dabei setzt sie auf natürliche Wege, ohne den Einsatz von Chemie oder gar chirurgischen Maßnahmen. Erkrankte und verzweifelte Menschen, die mit dieser drei Schritte-Methode ihre Hämorrhoiden endlich dauerhaft heilen konnten, bezeichnen sie dankbar und überzeugt als „die beste und effektivste Lösung, Hämorrhoiden zu behandeln“. Die Anwendung ist sehr unkompliziert, erfordert keinerlei teure Medikamente und zeigt schon in extrem kurzer Zeit erstaunliche Resultate. Die schmerzlichen und zum Teil peinlichen Einschränkungen, unter denen die von Hämorrhoiden betroffenen Menschen jahrelang gelitten haben, verschwanden schon nach kurzer Zeit. Endlich fanden sie wieder ihre Lebensfreude, und sie gewannen die Fähigkeit zu normalen Aktivitäten wie beschwerdefreiem Sitzen, Fahrrad fahren, reiten oder gar Geschlechtsverkehr zurück. Nähere Informationen zu dieser natürlichen und unkomplizierten Methode finden sich auf Hämorrhoiden Behandlung.

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Sind Hämorrhoiden gefährlich?

Da ein Hämorrhoidalleiden von vielen Betroffenen verschämt verschwiegen wird und als peinlich empfunden wird, mangelt es oft an Informationen darüber. Daher wissen viele Patienten nicht, ob und inwieweit Hämorrhoiden gefährlich sind. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Hämorrhoiden an sich – besonders im Anfangsstadium – nicht gefährlich sind, sondern bei den betroffenen Patienten nur sehr unangenehme Symptome erzeugen. Dennoch gibt es bestimmte Folgewirkungen, die ein gewisses Gefährdungspotenzial bedeuten.

Frühstadium
Wenn die Hämorrhoiden sich zum ersten Mal bemerkbar machen, sind sie meistens noch sehr klein und erzeugen nur wenige Symptome. Zu diesen Symptomen gehört Blut im Stuhl, auch ein leichter Juckreiz oder ein leichter Schmerz beim Stuhlgang können auftreten. Diese Symptome zeigen sich nicht unbedingt immer, sondern können auch nur sporadisch auftreten.
Sind in diesem Stadium grundsätzlich nicht gefährlich, da sich das geschwollene Gewebe normalerweise nicht bösartig verändert. Sie stellen für die betroffenen Menschen allerdings eine große Unannehmlichkeit dar. Bleiben sie unbehandelt, können sie sich jedoch weiter entwickeln und ein ernsthafteres Stadium erreichen.

Fortgeschrittene
Haben sich weiter entwickelt, so stellen sich deutlich unangenehmere Symptome ein. Der Juckreiz wird immer stärker, es kommt zu entzündeten, offenen und blutenden Stellen an der Afterhaut, die durch Kratzen entstehen. Zusätzlich entwickeln sich Brennen und Nässen, dabei können die Sekrete Spuren in der Unterwäsche hinterlassen und unangenehm riechen.

Die Blutungen verstärken sich oft und treten auch unabhängig vom Stuhlgang auf, und die Hämorrhoiden können einen Dauerschmerz entwickeln, der sich nicht nur bei der Stuhlentleerung bemerkbar macht, sondern auch normale Tätigkeiten wie Sitzen oder Radfahren nicht mehr schmerzfrei zulässt.

Weit entwickelte Hämorrhoiden können zudem aus dem After hervortreten und dann bei der Stuhlentleerung eingeklemmt werden. Das ist ein sehr schmerzhafter Prozess, der dringend behandelt werden sollte. Ist zudem eine Hämorrhoide dauerhaft eingeklemmt, wird die Durchblutung des Gewebes unterbrochen und es kann sich nekrotisches Gewebe bilden.

Kommt es zu einer chronischen Entzündung im Afterbereich, bedeutet dies, dass dadurch das Immunsystem geschwächt wird und der Betroffene anfälliger gegenüber anderen Krankheiten und Infektionen wird. Dies wiederum schwächt auf Dauer den gesamten Organismus und stellt einen Stressfaktor dar. Auch müssen entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden, die oft unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Müssen operativ entfernt werden, so setzt sich der Patient einigen Risiken aus. Neben dem Risiko, das jede Narkose darstellt, kann es nach einer Hämorrhoidenoperation zu einer Darminkontinenz kommen, die durchaus dauerhaft sein kann. Auch trat nach einer solchen Operation eine Verengung des Afters auf, die den Stuhlgang enorm erschwert. Und zudem besteht das Risiko, dass sich nach einer operation im Laufe der Zeit noch größere Hämorrhoiden neu bilden.
In gewisser Weise gefährlich sind Hämorrhoiden dann, wenn keine gründliche Untersuchung des Darms vorgenommen wird. Denn die Symptome – wie zum Beispiel Blut im Stuhl – ähneln denen eines Darmtumors, der ohne eine Darmspiegelung beim Vorliegen von Hämorrhoiden nicht rechtzeitig erkannt wird. Ein unerkannter Darmtumor, der sich weiter entwickelt, ohne dass er erkannt und behandelt wurde, stellt jedoch eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit dar. Leider wird diese gründliche Untersuchung oft nicht vorgenommen, sobald einmal die Diagnose gestellt wurde.

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Kann man Hämorrhoiden heilen?

Ein Hämorrhoidalleiden gehört zu den Krankheiten, die vielen der betroffenen Menschen peinlich sind und die daher sogar den dringend angeratenen Arztbesuch nicht vornehmen. Das führt allerdings dazu, dass sich die Hämorrhoiden, die im Anfangsstadium leichter zu heilen sind, immer weiter entwickeln und es in der Folge zu immer schwereren Schäden kommt. Das ließe sich aber vermeiden, denn man kann durch aus heilen.

Die Behandlung ersten Grades
In diesem Stadium sind noch nicht sehr weit entwickelt und machen sich nur durch gelegentliches Blut im Stuhl und einen leichten Juckreiz bemerkbar. Zur Behandlung der Hämorrhoiden in diesem Entwicklungsstadium wird zum einen eine Ernährungsumstellung empfohlen, durch die der Stuhl geschmeidig gehalten werden soll.

Dabei wird zu einer vollwertigen Kost mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen geraten, weil diese die Darmpassage erleichter. Dazu muss allerdings vermehrt Flüssigkeit zugeführt kommen, damit die Ballaststoffe richtig quellen können. Geringeres Pressen beim Stuhlgang und warme Sitzbäder mit Kamille- oder Eichenrindenextrakt sollen zusätzlich ein weiteres Fortschreiten der Krankheit verhindern. Wurden diese Maßnahmen rechtzeitig ergriffen, kommt es zu einer Rückbildung und vollständigen Ausheilung.

Die Behandlung zweiten Grades
In diesem Stadium kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Cortisonhaltige Salben sollen die Entzündung im Afterbereich hemmen, Zäpfchen und Salben mit Betäubungsmitteln sollen die mittlerweile stärkeren Schmerzen lindern und den unerträglichen Juckreiz beseitigen. Diese Maßnahmen sind allerdings nur in der Lage, die quälenden Symptome zu dämpfen, eine echte Heilung ist dadurch nicht gegeben. Sie bilden sich trotz der Behandlung normalerweise nicht mehr von selbst zurück.

Ein anderer Ansatz zur Heilung der Hämorrhoiden zweiten Grades ist ein operativer Eingriff. Durch verschiedene Methoden werden entweder geschrumpft, verödet oder durch eine Unterbindung der Durchblutung zum Absterben gebracht. Diese Methoden sind nur leicht invasiv und werden ambulant unter lokaler Betäubung vorgenommen.

Die akut schon vorhandenen Hämorrhoiden kann man durch diese ambulanten Maßnahmen tatsächlich beseitigen, allerdings besteht immer das Risiko, dass die Krankheit erneut ausbricht und sich neue bilden.

Die Behandlung dritten und vierten Grades
Die Hämorrhoiden haben sich jetzt so weit entwickelt, dass sie meist deutlich sichtbar aus dem After hervortreten. In diesem Stadium wird dann meistens ein größerer invasiver Eingriff empfohlen, bei dem mittels einer Operation entfernt werden. Die Genesungsphase nach einer solchen Operation ist in der ersten Zeit allerdings sehr unangenehm, da der schmerzempfindliche After jede Stuhlentleerung zur echten Qual macht.

Die Behandlung in der Naturheilkunde
Die klassischen Behandlungsmethoden können zwar akute Hämorrhoiden im Einzelfall beseitigen, jedoch ist immer die Gefahr einer Neubildung gegeben. Der Grund liegt darin, dass durch all die Maßnahmen und Behandlungsansätze die Ursachen für die Entstehung  nicht mit beseitigt werden.

Der ganzheitliche Ansatz der Naturheilkunde versucht, etwas weiter zu greifen und die Ursachen für die Entstehung von Hämorrhoiden zu beseitigen. Dazu werden nicht nur akute Symptome behandelt, sondern durch das naturheilkundliche Maßnahmenbündel soll die natürliche gesunde Balance des Körpers wieder hergestellt werden. Daher verspricht ein solcher Ansatz eine lebenslange Befreiung von dem quälenden Leiden.

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Wie kann man die Schmerzen bei Hämorrhoiden lindern?

Hämorrhoiden können bei fortschreitender Entwicklung neben dem unangenehmen Juckreiz auch unerträgliche Schmerzen verursachen. Die Afterhaut ist sehr schmerzempfindlich, so das krankhafte Veränderungen in diesem Bereich überproportional schmerzen. Daher suchen die erkrankten Menschen verzweifelt nach Mitteln, mit denen sie ihre Schmerzen lindern können und zumindest eine temporäre Beschwerdefreiheit erreichen können.

Medikamente gegen die Schmerzen
Es sind verschiedene Präparate erhältlich die, die die Schmerzen bei Hämorrhoiden lindern sollen. So stehen verschiedene Cortisonsalben zur Verfügung, die durch ihre entzündungshemmende Wirkung auch die Schmerzen lindern sollen. Cortisonsalben eignen sich jedoch nur für kurzfristige Anwendungen, da alle cortisonhaltigen Präparate auf Dauer mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen haben.

Andere Medikamente im Salben- oder Zäpfchenform enthalten Betäubungsmittel, die lokal auf die schmerzenden Stellen lindernd einwirken sollen. Die Zäpfchen werden in den After eingeführt und entwickeln innen im Darm ihre betäubende Wirkung. Die Salben werden außen direkt auf die betroffenen Bereiche aufgetragen, und das enthaltene Lokalanästhetikum betäubt temporär die behandelten Stellen. Die etwas besser wirkenden Zäpfchen können manchmal jedoch nicht genommen werden, da die Hämorrhoiden so schmerzhaft sind, dass ein Einführen der Zäpfchen nicht möglich ist.

Hausmittel gegen die Hämorrhoiden-Schmerzen
In der Hausmittelapotheke finden sich mehrere Naturheilmittel, die die Schmerzen der Hämorrhoiden lindern sollen. Die Heilpflanzen enthalten verschiedene Wirkstoffe, die sowohl schmerzlindernd wirken können als auch entzündungshemmend und beruhigend. Der Vorteil der pflanzlichen Präparate ist der, dass sie meistens keine Nebenwirkungen haben, wie es zum Beispiel bei den cortisonhaltigen Salben der Fall ist.

So werden verschiedene aus Pflanzenextrakten hergestellte Salben, wie zum Beispiel Ringelblumensalbe, eine Salbe aus Hamamelis oder beruhigender Kamille, empfohlen, die gefäßverengend, entzündungshemmend und beruhigend wirken sollen. Auch das regelmäßige Einreiben der betroffenen Stellen mit Rizinusöl soll schmerzlindernd wirken.

Des Weiteren kommen Sitzbäder aus Eichenrindenextrakt zur Anwendung, die adstringierend wirken und so den Druck und damit auch den Schmerz verringern sollen. Auch ein Sitzbad aus Kamillenblüten wird zur Schmerzminderung empfohlen. Nach einem Sitzbad sollen dann Quarkkompressen oder ein erkalteter Schwarztee-Beutel auf die schmerzenden Hämorrhoiden aufgelegt werden, um noch eine weitere Besserung zu erhalten.

Bei nur leichten Schmerzen zeigen manche der Hausmittel durchaus eine gewisse Wirkung. Sind die Schmerzen allerdings schon sehr stark, versagen diese milden Naturheilmittel leider sehr oft.

Weitere Maßnahmen gegen Schmerzen
Um den Stuhl weich und geschmeidig zu halten, wird empfohlen, einige Tage nur Gerstenschleim-, Reisschleim- oder Haferschleimsuppe zu essen. Denn je weicher und breiiger der Stuhl ist, desto weniger muss beim Stuhlgang gepresst werden. Dadurch wird weniger Druck auf die Hämorrhoiden ausgeübt, so dass sie weniger schmerzen. Auch eine Ernährung mit Vollwertkost und vielen Ballaststoffen bei gleichzeitiger ausreichender Flüssigkeitszufuhr wirkt sich positiv auf die Konsistenz des Stuhls aus.

Zur Verringerung der Schmerzen ist es auch empfehlenswert, sich viel zu bewegen, da dadurch die Verdauung besser funktioniert und Verstopfung vermieden werden kann. Beim Stuhlgang entstehen auch weniger Schmerzen, wenn man sich nicht hinsetzt, sondern sich möglichst aufrecht breitbeinig hinstellt. In dieser Position ist der Druck auf die Hämorrhoiden deutlich geringer, dadurch wird die Stuhlentleerung weniger schmerzhaft.

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Welche Ursachen haben Hämorrhoiden?

Das quälende und vielen Menschen peinliche Hämorrhoidalleiden der vergrößerten Hämorrhoiden, landläufig kurz als Hämorrhoiden bezeichnet, kann aufgrund einer Vielzahl von Ursachen auftreten. Das Krankheitsbild zeigt temporär oder dauerhaft vergrößerte Hämorrhoiden, die sich ab einem bestimmten Stadium auch nicht mehr von allein zurückbilden und zudem permanent aus dem After hervor treten. Das Leiden wird von zunehmend quälender werdenden Symptomen begleitet und erfordert nicht zuletzt aufgrund der großen Schmerzen, die es verursachen kann, eine Behandlung. Es spielen bei dieser krankhaften Vergrößerung der Schwellkörperknoten sowohl angeborene Faktoren als auch persönliche Verhaltensweisen und Umstände eine Rolle, die die Entstehung und Entwicklung begünstigen können.

Angeborene Faktoren

Als einer der ausschlaggebenden Faktoren unter den angeborenen Ursachen wird eine Bindegewebsschwäche angenommen. Das Bindegewebe enthält elastische und sogenannte kollagene Fasern, die eine Stützfunktion ausüben sollen. Sind zu wenig kollagene Fasern im Gewebe vorhanden, so erschlafft es sehr leicht und kann seiner Aufgabe nicht mehr richtig nachkommen. Als Folge davon bleiben Organe und andere Elemente nicht an ihrem Platz, sondern können sich senken oder wie bei den Hämorrhoiden sogar vor den After treten. Im Fall der Hämorrhoiden kommt es dann zu einer Erschlaffung der Schließmuskeln, die die Vergrößerung begünstigt. Auch die Veranlagung zum Übergewicht kann angeboren sein und die Entstehung begünstigen.

Persönliche Faktoren

Zu den persönlichen Faktoren wird zum einen dass Essverhalten gezählt. Es wird vermutet, dass ballaststoffarme Kost für den Verdauungstrakt ungünstig ist und die Entstehung von Hämorrhoiden begünstigt. Auch eine überwiegend sitzende Tätigkeit belastet das Verdauungssystem und macht es träge, was wiederum den Druck auf erhöht.
Einen großen Einfluss können auch die persönlichen Gewohnheiten beim Stuhlgang haben. Wird der Darm permanent mit zu großem Druck und zu heftigem Pressen entleert, können sich die Hämorrhoiden dadurch sehr schnell krankhaft vergrößern. Daher zählt auch die chronische Verstopfung, Obstipation genannt,  zu den häufigsten Ursachen, denn bei dieser Disposition kann der Stuhl nur mit sehr großem Druck ausgeschieden werden. Chronische Verstopfung wird begünstigt durch überwiegend sitzende Tätigkeiten, ein zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit, mangelnde Bewegung, die erwähnte ballaststoffarme Kost sowie Fettleibigkeit.

Temporäre Faktoren

Als eine weitere Ursache für die Entstehung von Hämorrhoiden wird zum Beispiel eine Schwangerschaft angesehen. Der wachsende Fötus beansprucht immer mehr Platz im Bauchraum, drückt unter anderem auf die Blase und kann auch das Blut in den Schwellkörpern am After stauen, was wiederum zu ihrer temporären oder gar dauerhaften Vergrößerung führen kann. Die hormonelle Umstellung des Organismus in der Schwangerschaft beeinflusst zudem die Elastizität des Bindegewebes, welches sich ja mehr als sonst dehnen muss und durch die Hormone deshalb aufgelockert wird, was sozusagen zu einer temporären Bindegewebsschwäche führt. Entwickeln sich während der Schwangerschaft nur bis zum ersten Grad, so werden sie sich nach der Geburt des Kindes höchstwahrscheinlich wieder von selbst zurück entwickeln. Erreichen sie jedoch ein höheres, weiter entwickeltes Stadium, sind therapeutische Maßnahmen angezeigt.

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Symptome von Hämorrhoiden

Das Hämorrhoidalleiden der krankhaft vergrößerten Hämorrhoiden, im Volksmund kurz nur Hämorrhoiden genannt, geht mit zum Teil sehr unangenehmen und schmerzhaften Symptomen einher. Die Symptome variieren je nach Entwicklungsstadium der Krankheit, und können von lästig und unangenehm bis zu ernsthaft gesundheitsgefährdend differieren.

Symptome im ersten Stadium, Grad I
In diesem Stadium sind die Hämorrhoiden nur leicht vergrößert. Sie sind von außen nicht sichtbar und können nur durch spezielle Untersuchungen wie eine Darmspiegelung entdeckt werden. Oft verspürt der erkrankte Mensch gar keine Symptome, allenfalls tritt im Afterbereich ab und an ein leichtes Jucken auf. Schmerzen werden üblicherweise nicht wahrgenommen. Es kann auch noch vorkommen, dass auf dem Stuhl oder dem Toilettenpapier leichte hellrote Blutspuren zu sehen sind.

Symptome im zweiten Stadium, Grad II
Die nun stärker vergrößerten Hämorrhoiden können beim Stuhlgang vor die Afteröffnung treten und dabei Schmerzen verursachen, da die Haut des Afters überaus schmerzempfindlich ist. Es treten häufiger Blutungen beim Stuhlgang auf, die auf dem Stuhl sichtbar sind, oder aus dem After tröpfelt ein wenig Blut. Es kommt neben dem heftigen Juckreiz auch zu einem Brennen im Analbereich, die Haut kann sich entzündlich röten und nässen. Die vergrößerten Hämorrhoiden erzeugen zudem oft ein Fremdkörpergefühl und den Eindruck, der Darm sei nicht vollständig entleert worden.

Beim Stuhlgang kann es passieren, dass einer der Knoten eingeklemmt wird, was äußerst schmerzhaft ist. Bei dieser sogenannten Inkarzeration wird der Blutfluss in den Hämorrhoiden gestört; es tritt ein Blutstau auf, welcher zur Bildung von Blutgerinnseln führen kann. Auch ist es möglich, dass dadurch eine Vene vollständig verschlossen wird. Hält diese Durchblutungsstörung länger an, kann das eingeklemmte Gewebe der Hämorrhoiden sogar absterben.

Symptome im dritten sowie vierten Stadium, Grad III und IV
Im Afterbereich verspürt der Betroffene sehr oft neben einem starken Juckreiz stechende Schmerzen sowie ein Brennen, welches durch Wärme noch verstärkt wird. Die Haut ist entzündet, nässt und kann auch Schleim absondern. Wird dem quälenden Juckreiz nachgegeben, erzeugt dass intensive Kratzen häufig Verletzungen der Haut im Analbereich, die sich infizieren können, so kann es zur Bildung von Ekzemen und Hautausschlägen kommen. Die Schmerzen bei der Stuhlentleerung können so stark werden, dass die erkrankten Menschen den Gang zur Toilette fürchten und womöglich hinaus schieben, was aber letztendlich dazu führt, dass bei der endgültigen Entleerung noch mehr Druck ausgeübt werden muss, welcher die Schmerzen noch einmal erhöht.

Da in diesen Stadien die Hämorrhoiden permanent außerhalb des Afters liegen, können sie ihre Aufgabe der Feinabdichtung des Darms nicht mehr richtig wahrnehmen. Das führt dazu, dass der Darm inkontinent werden kann und es zu einem unbeabsichtigten und unkontrollierten Austritt von Stuhl kommt, welcher die Unter- oder Bettwäsche verunreinigt und die schon gereizte oder entzündete Haut im Afterbereich noch mehr strapaziert.

Neben den Schmerzen sind die sozial sehr störenden Symptome wie Bluten, Nässen, Schleimabsonderung und Stuhlschmieren und die damit verbundenen Gerüche sicher mit eine Ursache dafür, dass dieses Hämorrhoidalleiden so gefürchtet wird. Auch der sehr quälende Juckreiz ist in der Öffentlichkeit nicht ohne Peinlichkeiten zu beseitigen, denn nicht immer ist ein sofortiger Gang zur Toilette möglich. Auch im beruflichen Umfeld stellen fortgeschrittene Hämorrhoiden daher eine starke Beeinträchtigung dar.

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Was sind Hämorrhoiden?

Das Verdauungssystem des Menschen besteht aus einer Vielzahl von Komponenten, die im Zusammenspiel für die Verdauung der Nährstoffe und die Entsorgung der Abfallprodukte zuständig sind. Der Enddarm benötigt für die Ausscheidung zum einen die Schließmuskeln, die sowohl reflektorisch als auch willkürlich betätigt werden können. Damit der Darm auch vollständig verschlossen bleibt, sind im Bereich zwischen Mastdarm und Enddarm noch die sogenannten Hämorrhoiden angesiedelt. Diese sind leicht hervor gewölbte knotenartige Erweiterungen des stark durchbluteten arteriovenösen Schwellkörpers, dem sogenannten Corpus cavernosum recti, der die Schließmuskel bei der Stuhlentleerung und beim dichten Feinverschluss des Darmes unterstützen soll. Dazu wöben drei Knoten die Schleimhaut des Afters vor, so dass im Verbund mit den Schließmuskeln der After auch bei Belastung dicht ist. Der Schwellköper selber besitzt keine Muskelfasern, sondern besteht aus einem dichten Geflecht von Blutgefäßen.

Daher sind Hämorrhoiden im Grunde genommen keine Krankheit, sondern ganz natürliche Bestandteile des Verdauungstraktes. Sind sie jedoch vergrößert, weil das Blut nicht mehr richtig aus ihnen abfließen kann, spricht man korrekterweise von einem Hämorrhoidalleiden – dieser Begriff wird landläufig jedoch einfach zu der gebräuchlichen Krankheitsbezeichnung Hämorrhoiden abgekürzt.

Stadien der Krankheitsentwicklung
Wenn eine krankhafte Veränderung vorliegt, kann man vier verschiedene Stadien unterscheiden. Im ersten Stadium, dem Grad I, sind zwar etwas vergrößert, aber normalerweise von außen nicht sichtbar und nur durch eine Darmspiegelung vom Arzt zu entdecken. Häufig verursachen sie keinerlei Beschwerden und und können sich durchaus auch ohne eine Behandlung von selbst wieder zurück bilden, so dass keinerlei bleibende Schäden entstehen.

Beim Grad II haben sich größere Knoten gebildet, die beim Pressen bei der Darmentleerung deutlich sichtbar werden und hervor treten. Bei der Stuhlentleerung kann es vorkommen, dass sie von den Muskeln vor den After gedrückt werden. Sie ziehen sich jedoch nach Beendigung des Vorgangs von selbst wieder in den Darm zurück. Haben dieses Stadium erreicht, bilden sie sich nicht mehr von allein zurück, sondern es bedarf einer Therapie.

Im Stadium von Grad III treten die Knoten sowohl bei der Darmentleerung, aber auch bei sonstigen großen Anstrengungen aus der Afteröffnung hervor, der medizinische Begriff dafür lautet Prolaps, was den unnatürlichen Vorfall eines Organs bezeichnet. Die vorgefallenen Hämorrhoiden ziehen sich in diesem Stadium nicht mehr von selbst zurück, können aber mit dem Finger wieder in den Darm zurück geschoben werden.

Haben den Grad IV erreicht, das letzte Stadium des Hämorrhoidalleidens, so liegen die Schwellkörper permanent außerhalb des Darmes vor der Afteröffnung und lassen sich auch nicht mehr mit den Fingern in den Darm zurück schieben. Diese Situation wird auch als fixierter Prolaps bezeichnet. Häufig tritt auch noch der Fall ein, dass neben den Hämorrhoiden auch noch Darmschleimhaut aus dem After austritt; in diesem Fall spricht man von einem Analprolaps. Hämorrhoiden und Schleimhaut ragen dann gut sichtbar mehrere Zentimeter aus dem After heraus.

Verbreitung der Krankheit
Die krankhafte Vergrößerung ist eine recht weit verbreitete Erscheinung, unter der Schätzungen zu Folge mehr als fünfzig Prozent aller Menschen im Alter von mehr als dreißig Jahren leiden. Viele von ihnen suchen jedoch bei nur leichten Beschwerden keinen Arzt auf, so dass die Zahl durchaus noch höher sein kann.

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